1 oder 2 Hörgeräte?

Anzustreben ist die Versorgung beginnender Schwerhörigkeit, weil die frühzeitige Anpassung die Eingewöhnung in die neue veränderte Hörsituation sowie die Handhabung des technischen Hilfsmittels erleichtert.

Binaurale Versorgung

Bei beidseitiger Schwerhörigkeit ist die beidohrige Versorgung die Regelversorgung. Sprache kann bei binauraler Versorgung besser verstanden werden – vor allem auch im Störgeräusch. Da das Gehirn von beiden versorgten Ohren korrekte Signale erhält, ist das Hörzentrum in der Lage, die Sprache aus den Umgebungsgeräuschen heraus zu filtern. Durch die beidohrige Versorgung wird auch die benötigte Lautstärke der Hörgeräte verringert. Das erhöht den Tragekomfort und das Sprachverständnis im Lärm. Darüber hinaus ist Richtungshören nur mit zwei versorgten Ohren möglich; dies ist beispielsweise im Straßenverkehr “überlebenswichtig”. Viele Berufe können ohne Richtungshören nicht ausgeübt werden.

Monaurale Versorgung

Eine einohrige Versorgung ist nur bei einseitiger Schwerhörigkeit sinnvoll. Außerdem wird sie durchgeführt, wenn anatomische oder audiologische Gründe eine beidohrige Versorgung ausschließen oder wenn der Schwerhörige die monaurale Versorgung wünscht.


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